hfg ulm – club off ulm

initiative von studenten und freunden der hfg ulm 1953 - 1968

news

02.2011

Offener Brief an den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
sehr geehrte Mitglieder des Landtages von Baden-Württemberg,

das Erbe der weltberühmten Ulmer Hochschule für Gestaltung steht auf dem Spiel. Die Schule war 1953 von Inge Aicher Scholl (Schwester von Sophie und Hans Scholl), ihrem Ehemann Otl Aicher und dem Bauhausschüler Max Bill gegründet worden und bestand bis 1968. Sie gilt international als die bedeutendste Design-Hochschule nach dem Bauhaus. Mit dem letzte Woche erfolgten Rücktritt der Intendantin und der unabhängigen Mitglieder des Fachbeirats des Internationalen Forums für Gestaltung IFG Ulm, dem unter anderem die renommierten Theoretiker und Designer Rudi Baur, Regula Staempfli und Rene Spitz angehörten, hat sich die schon seit Jahren schwelende Krise um die Pflege des Erbes der HfG Ulm drastisch zugespitzt. Das IFG Ulm ist für die inhaltliche Arbeit der HfG Stiftung zuständig.

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Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
sehr geehrte Mitglieder des Landtages von Baden-Württemberg,

das Erbe der weltberühmten Ulmer Hochschule für Gestaltung steht auf dem Spiel. Die Schule war 1953 von Inge Aicher Scholl (Schwester von Sophie und Hans Scholl), ihrem Ehemann Otl Aicher und dem Bauhausschüler Max Bill gegründet worden und bestand bis 1968. Sie gilt international als die bedeutendste Design-Hochschule nach dem Bauhaus. Mit dem letzte Woche erfolgten Rücktritt der Intendantin und der unabhängigen Mitglieder des Fachbeirats des Internationalen Forums für Gestaltung IFG Ulm, dem unter anderem die renommierten Theoretiker und Designer Rudi Baur, Regula Staempfli und Rene Spitz angehörten, hat sich die schon seit Jahren schwelende Krise um die Pflege des Erbes der HfG Ulm drastisch zugespitzt. Das IFG Ulm ist für die inhaltliche Arbeit der HfG Stiftung zuständig.

Bereits im Jahre 1986 hatten Inge Aicher-Scholl und Otl Aicher der Stiftung, welcher das Gebäude der ehemaligen HfG Ulm gehört, die Nutzung des Namen der Geschwister Scholl entzogen, weil ein inhaltliches Profil nicht mehr erkennbar war und die Stiftung offenkundig nur immobilienwirtschaftliche Ziele verfolgte. Gleichwohl tritt die “Stiftung Hochschule für Gestaltung” heute mehr denn je mit dem Anspruch auf, das Erbe der HfG Ulm zu bewahren und fortzusetzen und hat sich erst kürzlich mehrere Marken mit Bezug auf die HfG Ulm rechtlich gesichert. De facto verfolgt sie aber keine inhaltlichen Ziele, die dem Erbe in irgendeiner Weise gerecht werden, sondern will das Erbe nutzen, um kommerzielle Mieter für ihre zwischenzeitlich als “Design-Park” gebrandete Mietflächen anzulocken. Auf der Website heißt es unter dem Stichwort “Standort und Marke”:
“Darüber hinaus bietet die Möglichkeit der Nutzung der Systemmarke HfG Ulm den Mietern eine weltweit anerkannte Corporate Identity-Basis, die für jede einzelne Firma auf dem Campus einen Mehrwert an sich darstellt und der sich durch gemeinsame Marketingmaßnahmen noch potenzieren lässt. Diese Markenstrategie der Stiftung HfG Ulm stellt einen zusätzlichen Ertragsmehrwert dar.”
Die private Stiftung ist der Öffentlichkeit keine Rechenschaft schuldig, der Verbleib von jahrzehntelangen Mieteinnahmen ist Außenstehenden unbekannt. Einige der Stiftungsratsmitglieder haben private Interessen. Sie bzw. ihre unmittelbaren Familienangehörigen unterhalten Miet- und Geschäftsbeziehungen zu dieser bzw. streben solche an. Zugleich hat die Stadt Ulm nicht versucht, mittels Fördermittel die Sanierung der Flächen für das HfG Ulm Archiv selber durchzuführen, was mit dem Abschluss eines langfristigen Pachtvertrages möglich gewesen wäre, sondern zahlt einen sehr hohen Mietzins für eine Fläche, die für das Archiv viel zu klein ist.

Mit dem Rücktritt der Intendantin und der Mitglieder des Fachbeirates der IFG Ulm GmbH hat die Stiftung Hochschule für Gestaltung nunmehr ihrer letzte verbliebene Legitimation verloren, das Erbe der HfG Ulm zu pflegen. Die IFG Ulm GmbH ist eine Tochtergesellschaft der HfG Ulm-Stiftung und ihr inhaltliches Feigenblatt, welches auch die Gemeinnützigkeit der Stiftung garantiert. Zentrale Gründe für den Rücktritt waren fehlende Transparenz und Interessenskollisionen bei der Stiftung HfG Ulm, fehlende inhaltliche Autonomie für die IFG Ulm, fehlende Einbindung in die Stiftung und die Intransparenz des HfG Geschäftsgebarens, repräsentiert durch den Geschäftsführer der IFG, der gleichzeitig auch Geschäftsführer der Stiftung ist. Zuvor war die Stiftung bereits von einer Vielzahl von Absolventen der HfG Ulm für ihren profillosen und verwertungsorientiertem Umgang mit dem Erbe der HfG Ulm scharf kritisiert worden.
Der Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau hatte bereits letztes Jahr die Stiftung aufgefordert, eine Verständigung mit den ehemaligen Dozenten und Absolventen der HfG Ulm zu finden und auf eine Nutzung von Marken mit dem Namen der HfG Ulm für die Vermietungszwecke der Stiftung zu verzichten. Die inzwischen begonnenen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen am Gebäude der HfG Ulm haben große Besorgnis wegen ihrer ungenügenden Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange ausgelöst.

Um mehr als vierzig Jahre nach der Schließung der berühmten Hochschule eine adäquate Bewahrung und Pflege zu garantieren, schlagen die Unterzeichnenden folgende Änderungen vor:

Die Übertragung der Markenrechte und des Eigentums an Archivgut an das HfG Ulm Archiv der Stadt Ulm
Eine angemessene Förderung des HfG Ulm Archivs und eine stärkere finanzielle und personelle Unterstützung durch die Stadt Ulm und das Land Baden-Württemberg
Die Erweiterung der für das Archiv vorgesehenen Flächen im Gebäude der ehemaligen HfG, um Sammlungsausbau und angemessene Ausstellungen zu ermöglichen
Durch eine langfristige bzw. dauerhafte Überlassung dieser Flächen die Voraussetzung zu schaffen, dass die Stadt Fördermitteln für deren Sanierung akquirieren kann.
Die Einbeziehung international anerkannter und unabhängiger Denkmalpfleger bei Sanierung und Umbau des Gebäudes
Den Übergang des Eigentums an den Bauten der HfG Ulm auf eine öffentliche Stiftung getragen von Stadt und Land unter Gewährung der Trennung von Amt und privatwirtschaftlichen Beziehungen und die internationale Besetzung der Gremien

Die Hochschule für Gestaltung Ulm gehört zum zentralen kulturellen Erbe Deutschlands im 20. Jahrhundert. Die gestalterische und gesellschaftliche Bedeutung dieser Institution ist dem historischen Bauhaus nahezu ebenbürtig und mit diesem Erbe in mehrfacher Weise verknüpft. Die Wahrung ihres Erbes ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die nicht den Profilierungsbedürfnissen und Verwertungsinteressen lokaler Unternehmer und Politiker überlassen werden darf. Die Pflege des Erbes der HfG Ulm muss ihrem unabhängigen emanzipatorisch-aufklärerischen und forschendem Geist verpflichtet bleiben. Dem Archiv kommt hierbei ein zentraler Stellenwert zu. Die Absolventen und Dozenten der Hochschule sind in die Pflege des Erbes angemessen einzubeziehen.
Unterzeichner:

Stand 02.12.2010, 12 Uhr, weitere Unterzeichner folgen

Florian Aicher, Architekt, Rotis
Prof. Claudia von Alemann, Absolventin der HfG Ulm, Filmregisseurin, Köln/Havanna
Prof. Rudi Baur, zurückgetretenes Mitglied Fachbeirat des IFG Ulm, Zürich
Dr. Jakob Bill, Präsident der Bill-Stiftung, Archäologe und Kunsthistoriker, Adligenswil, Schweiz
Prof. Gui Bonsiepe, Absolvent und ehemaliger Dozent der HfG Ulm, Florianópolis (Brasilien)
Fritz-Jürgen Böttcher, Absolvent HfG Ulm und IUP Ulm, Dipl.-Ing. Architekt und Stadtplaner, Essen
Dr. Monika Buch, ehemalige Studentin der HfG Ulm, Künstlerin, Utrecht
Prof. Bernhard Bürdeck, Absolvent der HfG Ulm, Dozent an der Universität Frankfurt, Obertshausen
Prof. em. Reinhart Butter, Absolvent der HfG Ulm, Industriedesigner, Ohio, USA
Michael Conrad, Absolvent der HFG Ulm, Produktdesigner, Ostfildern
Prof. Gerhard Curdes, Absolvent der HfG Ulm, Stadtplaner, Aachen
Susanne Eppinger Curdes, Absolventin der HfG Ulm, Gestalterin, Aachen
Roel Daru, Absolvent HfG Ulm, Design Morphologe, Amsterdam
Myriam Daru-Schoemann, Absolventin Ulm, Design Research, Amsterdam
Christopher Dell, ehemaliges Mitglied Fachbeirat des IFG Ulm, Musiker und Komponist, Berlin
Peter Disch, Absolvent der HfG Ulm, Architekt, Novaggio Ticino (Schweiz)
Eberhard Ebner, Verleger, Ulm
Prof. Manfred Eisenbeis, Absolvent der HfG Ulm, Köln/Paris
Florian Fischer, ehemaliger Student der HfG Ulm, Kommunikations-Berater, Berlin
Leonhard Fünfschilling, Absolvent der HfG Ulm, Architekt, Zürich
Prof. Roland Fürst, Absolvent und technischer Lehrer der HfG Ulm, Heidelberg
Bernd Franck, ehemaliger Student der HfG Ulm, Grafikdesigner, Düsseldorf
Guus Gugelot, Designer, Hamburg
Max Graf, Absolvent der HfG Ulm, Architekt BSA, St. Gallen (Schweiz)
Marcel Herbst, Absolvent der HfG Ulm, Architekt und Berater, Zürich
Prof. Martin Hess, Absolvent der HfG Ulm, Industriedesigner, Düsseldorf
Prof. Thilo Hilpert, Architekturhistoriker, Wiesbaden
Prof. Günther Hörmann, Absolvent der HfG Ulm, Filmregisseur, Ulm
Armin Höllwarth, ehemaliger Vorsitzender des Club Off Ulm e.V.
Alfred Jungraithmayr, Absolvent der HfG Ulm, Filmemacher, Frankfurt am Main
Prof. Michael Klar, Absolvent und ehemaliger Assistent der HfG Ulm, visueller Gestalter, Berlin
Prof. Alexander Kluge, ehemaliger Dozent der HfG Ulm, Filmregisseur, München
Prof. Bernd Kniess, ehemaliges Mitglied Fachbeirat des IFG Ulm, Hamburg
Prof. em. Klaus Krippendorff, Absolvent der HfG Ulm, Kybernetiker, Philadelphia (USA)
Dr. Nikolaus Kuhnert, Herausgeber archplus, Berlin
Prof. Hans-Jürgen Lannoch, Absolvent der HfG Ulm, Industriedesigner, Linkenheim/Nizza
Prof. Klaus K. Loenhart, ehemaliges Mitglied Fachbeirat des IFG Ulm, München/Graz
Prof. em. Herbert Lindinger, Absolvent und ehemaliger Dozent der HfG Ulm, Industriedesigner, Hannover
Prof. em. Joachim Krausse, Designtheoretiker, Dessau/ Berlin
Gerda Müller-Krauspe, Absolventin der HfG Ulm, Produktgestalterin, Frankfurt am Main.
Thomas Mauch, ehemaliger Dozent an der HfG Ulm, Filmregisseur, Kameramann, Berlin
Prof. em. Tomás Maldonado, ehemaliger Dozent und Rektor der HfG Ulm, Künstler, Designer Mailand
Bertus Mulder, ehemaliger Student der HfG Ulm, Architekt, Utrecht
Prof. em. Mario Forné Munné, ehemaliger Studierender der HfG Ulm, Architekt, Argentinien
Walter Müller, Absolvent der HfG Ulm, Grafik-Designer, Frankfurt am Main
Alexander Neumeister, Absolvent der HfG Ulm, Industriedesigner, München
Prof. Philipp Oswalt, Direktor Stiftung Bauhaus Dessau
Renate Pfromm, ehemalige Studentin der HfG Ulm, Stadtplanerin, Kassel
Prof. em. Dieter Raffler, Absolvent der HfG Ulm, Dessau/Ulm
Prof. Dr. Edgar Reitz, ehemaliger Dozent der HfG Ulm, Filmregisseur, München
Prof. em. Hans (Nick) Roehricht, Absolvent und ehemaliger Assistent der HfG Ulm, Gestalter, Ulm
Prof. em. Arthur Rüegg, Architekt, Zürich
Prof. Dr. h.c. Erik Spiekermann, Gestalter und Typograph, Berlin
Dr. René Spitz, ehemaliger Intendant des IFG Ulm, Ulm, Köln
Prof. Lothar Spree, Absolvent der HfG Ulm, Mediendesigner, Weimar / Shanghai
Prof. Regula Stämpfli, zurückgetretene Intendantin des IFG Ulm, Brüssel
Fritz Stuber, Absolvent der HfG Ulm, Architekt und Stadtplaner, Zürich
Jörg Stumpf, Absolvent der HfG Ulm, Industriedesigner, Wernau
Nicholas Fox Weber (PhD), Direktor der Josef und Anni Albers Foundation, Bethany USA
Prof. Ann Wolff, Absolventin der HfG Ulm, Designerin, Visby, Schweden
Alexandre Wollner, Absolvent de HfG Ulm, Grafiker, São Paulo, Brasilien
Shizuko Yoshikawa, Absolventin der HfG Ulm, Künstlerin, Unterengstringen bei Zürich
Dr. Roland Zaugg, Absolvent der HfG Ulm, Stadtplaner, Basel
Werner Zemp, Absolvent der HfG Ulm, Industriedesigner/Künstler, Zürich
Rolf Müller, Student der HfG Ulm, visueller Gestalter, München
Dr. Daniel P. Meister, Absolvent der HfG Ulm, Abteilung Bauen, Architekt und Stadtplaner, Ulm
Prof. em. William S. Huff, Fulbright Stipendiat und Gastdozent der HfG Ulm, Universität Buffalo – USA
Reinhold M. Weiss, Absolvent der HfG Ulm, Industriedesigner, Chicago (USA)
Prof. Giovanni Anceschi, Absolvent der HfG Ulm, Produkt- und Kommunikationsdesign, Universität IUAV V
Monika Maus, Vorsitzende Club Off Ulm e.V., Ulm
Margit Weinberg Staber, Absolventin der HfG Ulm, Kunst- und Design-Publizistin, Zürich (Schweiz)
Rolf Schroeter, Absolvent und Gastdozent der HfG Ulm, visueller Gestalter, Künstler, Zürich (Schweiz)
Kai Ehlert, Absolvent der HfG Ulm, Berater und Gestalter, Präsident des Deutsch. Designertages, Hamburg
Prof em. Shutaro Mukai, Student und Mitarbeiter an der HfG Ulm, Designer, Tokio (Japan)
Prof. Dominique Gilliard, Absolvent und ehemaliger Assistent der HfG Ulm, Architekt, Lausanne (Schweiz)
Prof. Thomas Dawo, Student der HfG Ulm, Goldschmied, Düsseldorf
Prof. Ian McLaren, Student der HfG Ulm, Grafikdesigner, England
Richard Meier, Architekt, New York (USA)
Prof. em. Peter Seitz, Absolvent der HfG Ulm, Grafikdesigner, Autor, Lehrer , Minneapolis, USA
Max Herzberg, Student der HfG Ulm, Architekt, Paris
Franco Clivio, Absolvent und Assistent der HfG Ulm, Industrie-Design, Gestalter, Dozent für Produktgestaltung
Ernst Scheidegger, ehemaliger Dozent an der HfG Ulm, Zürich (Schweiz)

01.2011

leserbrief von monika maus vom 23.12.2010

Zum Artikel von Petra Kollros vom 18.12. 2010 über die Sanierung der Hochschule für Gestaltung

Von einer unabhängigen, kritischen, gar objektiven Berichterstattung kann beim Artikel und Kommentar von Petra Kollros zur Sanierung des HfG-Gebäudes durch die Stiftung Hochschule für Gestaltung keine Rede sein.Die Südwest Presse berichtet unsachgemäß, die, wie die HfG-Stiftung, es nicht für notwendig erachtet, die über hundert Unterschriften renommierter ehemaliger HfG’ler, Künstler und Architekten mit ihrer konstruktiven Kritik ernst zu nehmen und deren Positionen ausführlicher darzustellen, um wenigstens Ausgewogenheit herzustellen.

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Zum Artikel von Petra Kollros vom 18.12. 2010 über die Sanierung der Hochschule für Gestaltung

Von einer unabhängigen, kritischen, gar objektiven Berichterstattung kann beim Artikel und Kommentar von Petra Kollros zur Sanierung des HfG-Gebäudes durch die Stiftung Hochschule für Gestaltung keine Rede sein.Die Südwest Presse berichtet unsachgemäß, die, wie die HfG-Stiftung, es nicht für notwendig erachtet, die über hundert Unterschriften renommierter ehemaliger HfG’ler, Künstler und Architekten mit ihrer konstruktiven Kritik ernst zu nehmen und deren Positionen ausführlicher darzustellen, um wenigstens Ausgewogenheit herzustellen.

Insgesamt werden Bedenken als nichtig abgetan, Begleitmusik und Querschüsse genannt, Kritiker nennt man öffentlich Heckenschützen und die Unterzeichner eines offenen Briefes an die Landesregierung sind Pharisäer. Das ist nicht das Niveau, auf dem das Erbe der HfG und die Sorge darüber verhandelt werden sollte.

Es gab drei Prinzipien an der hfg: der demokratische Grundansatz, der rationale Diskurs und der Gestaltungswille. Das bestimmt das Denken und Handeln der engagierten Personen. Ohne die Initiative dieser Engagierten gäbe es kein hfg-Archiv in der heutigen Form. Der geistige Prozess spiegelt sich auch in der Architektur des hfg-Gebäudes.Transparenz, Durchdringung, realisiert mit den Materialien Beton, Holz und durchsichtigem Glas. Eine einfache klare Architektursprache, mit überraschenden inneren Werten.

Zitat Max Bill:
…,” dazu die wahl von soliden und billigen materialien, die in ihrer natürlichen beschaffenheit einander ergänzten und so jene verspottete puritanische schönheit erzeugten. die erste wahrnehmung des betrachters gilt der material-trilogie der hfg: innen wie außen dominieren beton, holz und glas in nahezu naturbelassenem zustand und prägen maßgeblich das erscheinungsbild der schule.”

Das neue blaue, abweisende, spiegelnde Fensterglas ist daher eine Sinnverstellung des Bauwerkes von Bill. Sonnenschutzgläser gibt es auch in fast transparenter Ausführung. so ausgewählt, wird die Transparenz des Gebäudes erhalten, anstatt jetzt modisch daherzukommen. In einem bewusst kargen Bau ein grosser Fehler. (Denkmalschutz wo warst du?)

Es ist also nicht egal, wie die Dinge umgesetzt und uminterpretiert werden. Das ist das Anliegen zu den aktuellen hfg-Themen. Am Beispiel der Sanierung im sichtbaren Aussenbereich, kann sich momentan jeder selbst ein Urteil bilden, und das Gebäude von aussen besichtigen, da alt und neu zu sehen sind.

Die Stadt Ulm trägt eine moralische Verantwortung, wenn die Stiftung sie nicht wahrnimmt, die Sanierung dieser Immobilie so durchzuführen, dass der Gedanke dieser hfg weiter eine internationale Bedeutung behält.

Der Maßstab für diese Sanierung ist gleichzusetzen, mit der Sanierung des Bauhauses in Dessau. Daher das Angebot der aktiven hfg-Gestalter beratend bei diesem Prozess mitzuwirken, um eine optimale Lösung zu finden. Der Bericht von diesen renommierten europäischen Architekten liegt vor und wird ignoriert.

Statt Beschimpfungen und Beleidigungen ist es angesagt einen demokratischen Beratungsprozess mit diesen Fachleuten, Designer und Architekten zu führen und den Mut zu haben, gravierende Fehler zu korrigieren.

Was kommt noch? Leider können wir immer nur auf die Maßnahmen eingehen, die beim Umbau sichtbar werden, denn Detailpläne wurden im Vorfeld nie vorgestellt, keiner unserer Architekten im club off ulm wurde jemals beratend einbezogen, obwohl wir dies wiederholt angeboten haben.Der Sanierungs-Architekt glaubt den Geist des Hauses in der Flexibilität der inneren Struktur erkannt zu haben und ist scheinbar dabei, deren Dehnbarkeit mit schrägen Einschüben und Wendeltreppen auf die Probe zu stellen.

Was hat das bisherige Engagement der aktiven hfg-Gestalter/Erben erreicht:-Das hfg-Archiv wird heute als das Herzstück der Vermietung genannt.-Gewichtungsverschiebungen vom Imobiliengewerbe-designpark hin zum jetzigen-Dreisäulen Modell der Stiftung.-Übergabe der Rechte an den Exponaten und Dokumenten an die Stadt Ulm.Erstaunlich ist ,dass sich die Stiftung bis heute so schwer tut, diejenigen, die den Geist der Schule persönlich erlebt haben, mit einzubeziehen.

Im Geiste der HfG zu arbeiten heißt, in gleicher Qualität und Haltung zu Werke zu gehen. Dieser Anspruch muss erfüllt werden, sonst wird man dem Erbe der Hochschule für Gestaltung, das von öffentlichem und nationalem Interesse getragen sein muss, nicht gerecht.

Monika Maus, Vorsitzende des club-off-ulm.e.v.

07.2010

mitgliederversammlung in ulm 28.5 – 29.5.2010

25 jahre “club off ulm e.v.”! dies hat uns bewogen zu einer standortbestimmung: gestern – heute – morgen wird das thema unserer diesjährigen tagung. die jahre 2008 und 2009 waren für uns geprägt durch die frage:
a) zukunft des “hfg-archivs” b) sanierung und inhaltliche zukunft der hfg-gebäude unter der verantwortung der “stiftung hfg ulm”. am freitag, den 28.5.2010 ab 12.30 uhr treffen wir uns in der volkshochschule im club orange. ab 13 uhr wagen gerda müller-krauspe und horst diener den blick zurück zu den anfängen. armin höllwarth wird zum stand der dinge aus heutiger sicht berichten. nach ausgiebiger diskussion geht es weiter mit der wahl des zukünftigen vorstands. ab 19 uhr treffen wir uns im cafe-kornhauskeller zum gemeinsamen abendessen. adrian hochstrasser (architekt), sohn von fred hochstrasser, wird uns am samstag, ab 9.45 uhr das sanierungskonzept “hfg ulm” direkt vor ort erläutern, christiane wachsmann anschliessend über den umzug des “hfg-archivs” informieren und mit uns die frage von zukünftigen archivalien erörtern. zum abschluss ab 14 uhr, gibt es eine führung von daniela baumann durch die ausstellung, “otl aicher zum 88. geburtstag” im ulmer museum.

25 jahre “club off ulm e.v.”! dies hat uns bewogen zu einer standortbestimmung: gestern – heute – morgen wird das thema unserer diesjährigen tagung. die jahre 2008 und 2009 waren für uns geprägt durch die frage:
a) zukunft des “hfg-archivs” b) sanierung und inhaltliche zukunft der hfg-gebäude unter der verantwortung der “stiftung hfg ulm”. am freitag, den 28.5.2010 ab 12.30 uhr treffen wir uns in der volkshochschule im club orange. ab 13 uhr wagen gerda müller-krauspe und horst diener den blick zurück zu den anfängen. armin höllwarth wird zum stand der dinge aus heutiger sicht berichten. nach ausgiebiger diskussion geht es weiter mit der wahl des zukünftigen vorstands. ab 19 uhr treffen wir uns im cafe-kornhauskeller zum gemeinsamen abendessen. adrian hochstrasser (architekt), sohn von fred hochstrasser, wird uns am samstag, ab 9.45 uhr das sanierungskonzept “hfg ulm” direkt vor ort erläutern, christiane wachsmann anschliessend über den umzug des “hfg-archivs” informieren und mit uns die frage von zukünftigen archivalien erörtern. zum abschluss ab 14 uhr, gibt es eine führung von daniela baumann durch die ausstellung, “otl aicher zum 88. geburtstag” im ulmer museum.

06.2010

der neue vorstand

von links: erhard gross ulm, friz fischer stralsund, prof. achim czemper hamburg, prof. horst diener ulm,
monika maus ulm, karheinz allgayer freiburg, florian fischer berlin.

von links: erhard gross ulm, friz fischer stralsund, prof. achim czemper hamburg, prof. horst diener ulm,
monika maus ulm, karheinz allgayer freiburg, florian fischer berlin.

06.2010

mitgliederversammlung in ulm 28.5 – 29.5.2010

wir tagten am freitag in der volkshoch-schule ulm, und am samstag auf einladung von dr. bosch, geschäfts-führer der stiftung hfg-ulm, in den räumen der ehemaligen hfg-ulm. hier wurden wir von dr. bosch herzlich begrüsst und der wunsch ausge-sprochen, auch im nächsten jahr zur eröffnung des archivs, hier wieder zu tagen. architekt adrian hochstrasser erläuterte auf einer begehung den stand der sanierungs-arbeiten. er nennt drei geplante nutzungs-bereiche des gebäudes: 1. ein doku-mentationszentrum – das hfg-Archiv, 2. ein innovationszentrum und 3. ein tagungszentrum. christiane wachsmann vom hfg-archiv zeigte uns die zukünftigen räume für das archiv und beschrieb die zielsetz-ung des umzugs auf den kuhberg. geplanter termin ist das frühjahr 2011. frau baumann, die ebenfalls im archiv arbeitet, sprach über ihr dissertations-thema und führte uns anschliessend im ulmer museum, durch die ausstel-lung “zum 88. geburtstag von otl aicher”. horst diener stellte die wan-derausstellung “universal design” vor. damit endete eine interessante tagung.

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wir tagten am freitag in der volkshoch-schule ulm, und am samstag auf einladung von dr. bosch, geschäfts-führer der stiftung hfg-ulm, in den räumen der ehemaligen hfg-ulm. hier wurden wir von dr. bosch herzlich begrüsst und der wunsch ausge-sprochen, auch im nächsten jahr zur eröffnung des archivs, hier wieder zu tagen. architekt adrian hochstrasser erläuterte auf einer begehung den stand der sanierungs-arbeiten. er nennt drei geplante nutzungs-bereiche des gebäudes: 1. ein doku-mentationszentrum – das hfg-Archiv, 2. ein innovationszentrum und 3. ein tagungszentrum. christiane wachsmann vom hfg-archiv zeigte uns die zukünftigen räume für das archiv und beschrieb die zielsetz-ung des umzugs auf den kuhberg. geplanter termin ist das frühjahr 2011. frau baumann, die ebenfalls im archiv arbeitet, sprach über ihr dissertations-thema und führte uns anschliessend im ulmer museum, durch die ausstel-lung “zum 88. geburtstag von otl aicher”. horst diener stellte die wan-derausstellung “universal design” vor. damit endete eine interessante tagung.

es wurden aufgaben und ziele für die zukunft zusammenfasst. es geht hauptsächlich um weitere veröf-fentlichungen, z.b. über die grundlehre (gerda müller-krauspe), oder über das lehrkonzept an der schule, die aufarbeitung der an der hfg vertre-tenen theorie, um mitgliederwerbung, um unser verhältnis zur allianz der designer, um die suche nach sponsoren, um die begründung eines beirats für das archiv und besonders die nicht mehr tragbare finanzielle situation des cou. der letzte punkt bringt uns dazu, einvernehmlich eine erhöhung des mitgliederbeitrags von 100%, also von 40,- auf 80,- pro jahr, zu beschließen. wir sind uns einig, dass dies angesichts der erforder-lichen ausgaben und im vergleich mit mitgliedsbeiträgen vergleichbarer vereinigungen, trotzdem sehr maßvoll ist. dem ehrenamtlich und unentgeltich arbeitenden vorstand sollen wenigstens die reisekosten ersetzt werden können.

wir danken armin höllwarth, monika maus, peter schubert, horst diener und achim czemper für ihre vorstandstätigkeit der letzten drei jahre. diese waren geprägt von wichtigen entscheidungen bezüglich des geplanten umzuges des hfg-archivs in die ehemalige hochschule für gestaltung, dem herausgeben von zwei publikationen zum thema rückblicke aus der abteilung produktgestaltung und gerade druckfrisch der band aus der abteilung visuelle kommunikation. in vorbereitung der band aus der abteilung film.

achim czemper hat enorme mühe und zeit in das buch der abteilung produktgestaltung gesteckt. 39 autoren haben spannende berichte aus persönlicher sicht abgeliefert. grossen dank an achim für seinen einsatz, die autoren zu finden und ein interessantes buch zu gestalten. ISBN 3-939486-32-9

für die vorbereitung des neuen buches visuelle kommunikation danken wir susanne eppinger curdes für ihre unendliche mühe und sorgfalt, 38 autoren zu motivieren und deren ansprechpartner zu sein. frau dr.stempel hat die texte der beiträge intensiv betreut und redigiert. ihr gilt ebenso unser dank. monika maus hat die grafische gestaltung des buches und der beiträge übernommen und eine gelungene darstellung gefunden. ISBN 978-3-939486-14-5. bemerkenswert ist die tatsache, dass nicht nur clubmitglieder ihre erinnerungen mit uns teilen, sondern wir etliche weitere hfgler als autoren gewinnen konnten.

am freitag, den 28.5.10 wurde turnusgemäß der vorstand für drei weitere jahre einstimmig gewählt. leider scheidet der bisherige vorstandsvorsitzende armin höllwarth und peter schubert aus der vorstandstätigkeit aus. herzlichen dank für die langjährige vorstandsarbeit. neue vorsitzende ist monika maus, die bereits die letzten drei jahre stellvertretende vorsitzende war. diese position hat nun karlheinz allgayer übernommen. achim czemper und horst diener sind weiterhin im vorstand. neu dazu gewählt wurden zudem florian fischer aus berlin, erhard groß aus ulm und frau friz fischer aus stralsund. frau fischer ist auch mitglied im agd (allianz deutscher designer) und repräsentiert die patenschaft des agd für den club. vielleicht ergeben sich in zukunft daraus interessante synergien. der vorstand wird zudem aktiv unterstützt von gerda müller-krauspe, herbert lindiger, gerhard curdes, armin höllwarth, fred baumgartner und alfred jungreithmeier die als berater fungieren.

11.2009

umzug des hfg-archivs an das hochsträss

“Es kann uns nichts Besseres passieren”, sagte Dagmar Rinker auch im Namen ihrer Kolleginnen Marcela Quijano und Christiane Wachsmann, als der Leiterin des Archivs der Hochschule für Gestaltung nach nahezu zwei Stunden Information und Beratung über einen Umzug der HfG-Sammlungen ins ehemalige HochschulGebäude auf dem Kuhberg das Schlusswort gehörte.

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“Es kann uns nichts Besseres passieren”, sagte Dagmar Rinker auch im Namen ihrer Kolleginnen Marcela Quijano und Christiane Wachsmann, als der Leiterin des Archivs der Hochschule für Gestaltung nach nahezu zwei Stunden Information und Beratung über einen Umzug der HfG-Sammlungen ins ehemalige HochschulGebäude auf dem Kuhberg das Schlusswort gehörte.

Nichts Besseres als dieser Umzug von den viel zu eng gewordenen Archivräumen in derPionierkaserne an den Ort, wo der Archivbesitz herkommt oder am allerbesten hingehört. Wo das HfG-Archiv von heute 660 auf 1500 Quadratmeter expandieren kann.

Zum dritten Mal hat der Kulturausschuss des Gemeinderats gestern über die Notwendigkeit einer Zukunfts-Weichenstellung für das HfG-
Archiv beraten. Für diesmal war – wie berichtet – von Kulturbürgermeisterin Sabine Mayer-Dölle der Beschlussvorschlag für das
Unternehmen Umzug vorbereitet worden. Und der Ausschuss stimmte dafür – mit Ausnahme von drei Enthaltungen aus den Reihen der FWG
und FDP, wo es Vorbehalte in Sachen Kosten gibt. Voraussichtlich Anfang 2011 kann das HfG-Archiv Teile der einstigen Werkstätten mit
seinen Büros und neuen Schauflächen sowie darunterliegende große Magazinräume beziehen.

So wird die Stadt für ihr HfG-Archiv also Mieterin bei der Stiftung Hochschule für Gestaltung. Bürgermeisterin Mayer-Dölle warb noch einmal vehement für diesen Schritt. Sie unterstrich die “internationale Bedeutung” des Archiv-Besitzes. Dort, wo noch “der Spirit der HfG”wirke, könne die Sammlung “für ein internationales Publikum repräsentativ” aufbereitet werden, wies sie auf die ambitionierten Entwicklungspläne des HfG-Archivs hin. In den Reihen der ehemaligen HfGler, die im “Club off Ulm zusammen-geschlossen sind, wird
das Nutzungskonzept für das Gebäude kritisch gesehen.

Weil Club-off-Mitglieder ihre Bedenken gegen den “Designpark” in der Stadt und auch gegenüber unserer Zeitung geäußert hatten, wurde am Ratstisch gestern von “Heckenschützen” (Ralf Milde) und von “Störfeuern” (Bosch und Mayer-Dölle) gesprochen. Darüber waren die Gemeinten empört. Das könne sich der “Club off”, der sich 20 Jahre lang für das HfG-Archiv eingesetzt habe, nicht gefallen lassen, kündigte der frühere Vorsitzende Horst Diener am Rande der Sitzung Reaktionen an.

auszug eines berichtes von petra kollros swp 28.11.09

09.2009

mitgliederversammlung in berlin vom 7. bis 9. Juli 2009

bericht über die mitgliederversammlung des club off ulm
in berlin vom 7. bis 9. Juli 2009
von Peter Schubert

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bericht über die mitgliederversammlung des club off ulm
in berlin vom 7. bis 9. Juli 2009
von Peter Schubert

freitag, 7. august 2009
15.30
pünktlich wie vorgesehen wurden wir von der hausherrin des IDZ, frau Cornelia Horsch empfangen. in einer kurzen ansprache wurden wir über funktion und arbeitsweise des IDZ informiert. durch vorträge, konferenzen und ausstellungen soll der gedanke des design in deutschland gefördert werden.

16:15
erster von der kunsthistorikerin, Bettina Güldner, geführter rundgang durch die nähere umgebung, bzw. das regierungsviertel. für menschen wie mich, die das regierungsviertel zum ersten mal sehen konnten, sehr beeindruckende offene architektur.

17:00
wir treffen beim Holocaust Denkmal ein, um unter führung von frau Dagmar von Wilcken, designerin, und frau Claudia Franke, in die gestaltungsprinzipien des „Ortes der Erinnerung“ eingeführt zu werden. architekt Eisenmann, der die gestaltung des platzes mit den stelen entworfen hat, war anfänglich gegen diesen zusätzlich erklärenden raum. Wir sind uns nach dem besuch jedoch einig, dass die gestaltung gelungen ist und bei den besuchern einen informativen aber auch tiefen, emotionalen Eendruck hinterlässt. der „Ort der Erinnerung“ ist eine sinnvolle, wichtige und formal sehr gelungene ergänzung des oberirdischen stelenfelds.

19:45
etwas lockerer klingt unser tag bei einer akustischen performance und dem anschließenden gemeinsamen abendessen in der „Temporären Kunsthalle“ aus. frau Coco Kühn, die initiatorin der Temporären Kunsthalle, schildert idee und entstehung dieses berliner kunsttempels auf zeit. bei hochsommerlichen temperaturen und einem beeindruckenden vollmond ergeben sich neben den kulinarischen köstlichkeiten bis spät in die nacht viele gute gespräche, mit alten und neuen freunden und zusätzlich eingeladenen berliner gästen unterm freien himmel.

samstag, 8. august 2009
10:30
wir versammeln uns in einer leeren halle des bauhaus-archivs zu unserer mitgliederversammlung. das buffet, das wir später wegen des guten wetters „outdoors on the waterfront“ einnehmen konnten, versöhnte uns mit der nicht ganz idealen, weil wegen umbauarbeiten lauten tagungsstätte.

gegen 15 uhr führt uns frau Bettina Güldner bei einem weiteren architektur-rundgang vorbei an der verblüffenden, ungewöhnlichen fassade der mexikanischen botschaft, hauptsächlich zu dem gemeinsamen areal der fünf nordischen botschaften Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island.

trotz der fortgeschrittenen zeit entschließen wir uns noch zu einem kurzbesuch im „Garten des Exils“ im Jüdischen Museum.

20 uhr
in der gaststätte „Zwölf Apostel“, direkt unter der S-Bahn, treffen wir uns zum abendessen bei interessanten gesprächen.

sonntag, 10. august 2009
10:00
führung durch frau Bettina Güldner durch die unglaublich reiche bauhaus-ausstellung im Martin-Gropius-Bau. durch die kenntnisreiche führung haben wir die möglichkeit neue zusammenhänge über die konzeptionellen hintergründe des bauhausschaffens zu erfahren. bisher noch nie ausgestellte exponate beeindrucken uns. ein highlight unseres berliner treffens.

ausklang des tages und des cou-treffens im gartenrestaurant des Martin-Gropius-Baus. eine kleine gruppe, zu der auch ich gehörte, schloss das berliner cou-treffen mit einer dreistündigen bootsfahrt durch die kanäle der stadt ab.

Florian Fischer und Kai Ehlert sei dank für die gelungene organisation.

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